Allgemeine Informationen



Gepäck
Wer mit Waffenkoffer reist, dem verbleiben nur noch etwa 12kg von den üblichen 20kg Freigepäck für den normalen Reisekoffer. Hier kommt es darauf an, einen leichten und dennoch stabilen Reisekoffer zu benutzen. Wer schonmal am Gepäckband gestanden hat und seinen schwarzen Koffer unter den hunderten anderer schwarzer Koffer herausfinden musste, weiss warum ich eine auffällige Farbe empfehle. Das spart Zeit und Ärger! Obwohl es rechtlich kein Problem darstellt, empfehle ich, im Handgepäck kein Waffenzubehör wie Zielfernrohr zu transportieren. In Unkenntnis des Flughafenpersonals wurde ich bereits mehrmals wegen eines Zielfernrohres in unendliche Diskussionen verwickelt.
KLEIDUNG
Auf allen Farmen wird ein regelmäßiger Wäschedienst angeboten, der im Tagessatz eingeschlossen ist. Nehmen Sie also nicht zuviel mit! 2 Paar lange Hosen und 2-3 Paar Shorts, 2 Hemden und 2-3 T-Shirts, sowie eine winddichte Jacke sind ausreichend. Wichtig: eine Kopfbedeckung! Alles in nicht zu dunklen Farben nach Ihrem Geschmack.Für die Pirsch empfehlen sich hellere Tarnmuster.
Bei der Wahl Ihrer Schuhe achten Sie bitte auf eine feste Sohle. Turnschuhe sind für die Pirsch im Busch ungeeignet.
Für den Aufenthalt in den Camps brauchen Sie ein Paar Badeschlappen oder ähnliches, sowie Badehosen.
OPTIK
Als Fernglas genügt ein acht bis zehnfaches Faltglas von guter Qualität. Ein größeres Glas behindert nur unnötig beim Pirschen. Heutzutage werden vermehrt Entfernungsmesser bei der Jagd eingesetzt. Ein solches, auch Rangefinder genanntes Gerät mit mindestens 7facher Vergrößerung kann auch gut als Fernglas eingesetzt werden. Das Zielfernrohr sollte vier bis sechsfache Vergrößerung haben oder variabel sein. Ein Fotoapparat mit je einem Weitwinkel und einem 200mm-Teleobjektiv für Fotosafaris reicht aus. Eine zusätzliche kleine Autofocuskamera mit Gürteltasche ist besonders für Jäger von großem Vorteil. Genügend Filme und eine Ersatzbatterie, bzw. Speicherkarten sind wichtig!
VERHALTEN
Obwohl Sie als zahlender Gast gewissermaßen „das Sagen“ haben, sollten Sie sich an die Ratschläge Ihres Führers halten. Riskieren Sie keine schwierigen Schüsse auf Wild. Es wird sich bestimmt eine bessere Gelegenheit ergeben. Bleiben Sie beim Pirschen immer ganz dicht hinter Ihrem Führer, so verpassen Sie keine gute Chance und verlieren keine Zeit wenn Sie am Wild sind. Trinkgelder in angemessener Höhe sind überall sehr willkommen, doch bitte stets nach Absprache mit dem Berufsjäger, bzw. Farmer. Besser als Trinkgelder sind Geschenke in Form von Bekleidungsstücken, Medikamenten aus Ihrer Reiseapotheke oder anderen Gebrauchsgegenständen. Wenn Sie Fotos von Menschen machen möchten, fragen Sie bitte die betreffende Person vorher, das gebietet der Anstand!
GELD
Neben der Mitnahme von Reiseschecks ist die Kreditkarte das sicherste Zahlungsmittel. In allen Städten sind Geldautomaten vorhanden. So können Sie immer bei Bedarf über Geld verfügen ohne größere Summen bei sich zu führen. Am meisten verbreitet sind VISA und MASTERCARD. Ein Nachteil der Reiseschecks ist, dass Sie oft lange am Bankschalter warten müssen und nicht alle Banken diese einlösen dürfen. Der Umtausch von Devisen ist in Südafrika günstiger als zuhause. Tauschen Sie also nur einen kleinen Betrag in Deutschland um. Den besten Wechselkurs bekommen Sie an Südafrikanischen Flughäfen. Alle Farmen verfügen über einen Tresor, wo man seine Reisepapiere und Bargeld sicher verstauen kann. Als Notlösung im Camp bewahre ich mein Bargeld im abgeschlossenen Waffenkoffer auf. Obwohl man vielerorts dem Camppersonal trauen kann, sollte man niemanden durch offen herum liegendes Bargeld zum Diebstahl verführen. Das gilt auch für Wertgegenstände wie Schmuck, Uhren und Kameras.
Flugtickets und Flüge
Bevor Sie beim Reisebüro „um die Ecke“ buchen, fragen Sie bei Spezialfirmen wie Hunting - Flight - Service
( siehe Links ) an. Oft gibt es so genannte Flugspecials, die zu besonders günstigen Tarifen angeboten werden. Wer Geld sparen möchte, sollte in der Nebensaison reisen (unterschiedlich bei den Fluggesellschaften: Januar bis April, November bis Mitte Dezember) und vor allem frühzeitig buchen. Klären Sie unbedingt die Mitnahme von Waffen + Munition, hier gelten je nach Gesellschaft unterschiedliche Bedingungen.Seit einigen Jahren verlangen viele Fluggesellschaften separate Beförderungsgelder für den Transport von Schusswaffen. Eine klare Linie ist nicht erkennbar; manche kassieren nur für den Rückweg, andere auf allen Strecken. Die Beträge für diese "Handling fees" variieren von 80,-E bis 200,-E. Viele Jäger verzichten daher auf die Mitnahme eigener Waffen und greifen auf Leihwaffen zurück! Unkompliziert sind SAA und Air Namibia, sowie Air France. In jedem Fall sollte man vor Abreise die Mitnahme von Waffen und Munition schriftlich anmelden und am Check - In - Schalter eine Bestätigung vorweisen, denn oft ist das Personal überfordert. Für den Transport gilt: Waffe in separatem, abschliessbaren Koffer und Verschluss in ein anderes Gepäckstück. Munition max. 5kg, in Originalverpackung, gegen Verrutschen gesichert in separatem Gepäckstück (kleiner Alukoffer) OHNE Sprengstoff - Aufkleber.
Wichtig: wenn Sie mit Schusswaffen reisen, vermeiden Sie unbedingt BRITISH AIRWAYS und EMIRATES !! Ich habe einschlägige ( teure ) Erfahrungen gemacht! Lassen Sie sich auf keinen Fall auf Beteuerungen ein, der Transport von Waffen sei geregelt!
Souvenirs
Sparen Sie sich die Suche nach Souvenirläden ( Curioshops ) wenn sie nicht gerade am Weg liegen. Am Flughafen in Johannesburg bekommen Sie alles was das Herz begehrt (allerdings teuerer als auf der Strasse). Eine weitere gute Adresse ist der täglich stattfindende Markt am Zoo in Pretoria. Die dort angebotenen Schnitzereien stammen jedoch fast alle aus Zimbabwe.
Wer die Nationalparks besucht, findet dort eine hervorragende Auswahl an teils hochwertigen Produkten. Jäger sollten unbedingt ein größeres Waffengeschäft in Südafrika besuchen. Exotische Lederwaren ( Gewehrriemen, Gürtel ) sind preisgünstig und schöne Erinnerungsstücke. Auch handgefertigte Messer zu günstigen Preisen lassen sich finden!
Leihwagen + Handy
Am günstigsten bucht man bei einem Deutschen Reisebüro. Preisvergleiche lohnen immer, die Differenzen sind teilweise beträchtlich. Die etablierten großen Anbieter sind teurer, haben aber ein flächendeckendes Netz von Verleihstationen. Bei einigen Anbietern ist eine Einwegmiete für bestimmte Strecken ohne Aufpreis erhältlich. Kleinere Schäden, vor allem Steinschlag an der Windschutzscheibe entstehen in Afrika häufiger als bei uns (Schotterpisten!). Der Aufpreis für Vollkaskoversicherung OHNE Selbstbeteiligung ist eine gute Investition.
Bei einigen Firmen bekommen Sie kostenlos ein Handy dazu. Sie zahlen lediglich die Gesprächsgebühren und eine Versicherung von ca. 1,-E / Tag. Am besten kauft man für umgerechnet ca. 5,-E eine Südafrikanische Chipkarte für das eigene Handy (gibt es an jeder Ecke). Wenn man über ein so genanntes Roamingabkommen mit der eigenen Chipkarte telefoniert, hat man nach der Reise leicht 200,-E mehr auf der Rechnung als gewöhnlich!
Ausrüstung
Wer sich vor der Reise noch mit Khaki – Kleidung, Schuhen, usw. eindecken muss, spart Geld und bekommt was taugliches, wenn er die Sachen in Südafrika kauft. Dies ist jedoch nur sinnvoll, wenn man vor der Fahrt ins Jagdgebiet noch einen Tag Aufenthalt in der Stadt einplant. Gute Schuhe aus Büffel – oder Wildleder(Veldschoene oder "Vellies") bekommt man ab ca. 20 bis 40 E! Gut eingelaufene Schuhe sind aber immer noch das Beste! Wenn Sie auf dem Lande unterwegs sind, lohnt sich ein Besuch in einem Fachgeschäft für Farmer
( NTK, usw. ). Dort gibt es neben preiswerter Bekleidung auch sonst allerhand zu kaufen. Ein wichtiges Utensil ist ein Adapter für Steckdosen von Dreipolig auf Zweipolig!
Unterkünfte vor und nach der Jagd
In Südafrika gibt es zahlreiche Gästehäuser, Privatpensionen und Selbstversorger – Unterkünfte, die leider so gut wie nicht in Deutschland zu buchen sind. Das Internet biete viele Möglichkeiten. Für den Bruchteil der Kosten eines Hotels können Sie in diesen Häusern ( zum Teil luxuriös ) übernachten. Alle hier angebotenen Farmen bieten neben der Jagd auch "normalen" Urlaub an ( siehe Preislisten: Ruhetage / Nichtjäger). Achtung! In den südafrikanischen Schulferien ist oft alles ausgebucht. Ferientermine können bei SATOUR in Frankfurt erfragt werden. Für alle anderen von uns angebotenen Länder bieten unsere Partner vor Ort erstklassige Möglichkeiten für jeden Geschmack zu günstigen Preisen.
Impfungen
Grundsätzlich sollten Sie die jährlich von der WHO herausgegebenen Empfehlungen beachten (gibt's beim Arzt oder der Apotheke). Darüber hinaus wird in letzter Zeit von einer Verbreitung der Malaria bis ins südliche Natal berichtet. Für Ihren Aufenthalt bei allen auf diesen Seiten angebotenen Jagden in Südafrika brauchen Sie keine Malariaprophylaxe. Bis auf die auch hierzulande obligatorischen Impfungen wie Tetanus, Hepatitis A und B sind für die angebotenen Gebiete in Südafrika keinerlei Impfungen erforderlich.
An dieser Stelle möchte ich noch einmal dringend auf die hohe Aidsrate in Südafrika aufmerksam machen. Begnügen Sie sich also mit dem bloßen Anblick der schwarzen Schönheiten und gehen Sie kein Risiko ein!Aktuelle Informationen finden Sie auf der Webseite der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin.
Empfehlungen zu Waffen und Munition
Da dieses Thema schon zur Genüge in Jagd - und Waffenzeitschriften behandelt wurde, habe ich bisher auf dieses Kapitel verzichtet. Aus gegebenem Anlass möchte ich nun doch detailliert darauf eingehen. In letzter Zeit haben wir in verschiedenen Revieren eine ernst zu nehmende Zahl von Wild verloren, bzw. nachgesucht. Fast immer lag es daran, dass unsere Gäste mit Waffen angereist waren, die sie nicht beherrschen. Es nutzt einfach nichts, sich kurz vor der Jagdreise eine großkalibrige Waffe zu kaufen und es beim Einschiessen zu belassen. Wenn der Schütze schon beim Probeschuss "muckt", ist der Misserfolg bei der Jagd vorprogrammiert! Ein weiterer, oft erlebter Fehler ist Nachlässigkeit beim Kontrollschuss:” wegen der paar Zentimeter stelle ich nicht am Zielfernrohr herum...” Es geht tatsächlich ein gewisser Reiz von großkalibrigen Büchsen aus und wer wirklich gut damit zurecht kommt, soll ruhig etwas überbewaffnet jagen. Wer seine Großwildbüchse jedoch nicht genau so beherrscht wie die gewohnte Revierwaffe, sollte besser zu einem kleineren Kaliber greifen.
Das zu verwendete Kaliber sollte nach folgenden Umständen gewählt werden:
1. Die größte zu bejagende Wildart
2. Die größte mögliche Schussentfernung
Besondere Beachtung sollte dem Geschoss zuteil werden. Nur entsprechend "harte" Geschosse wie TUG, Nosler Partition, Swift A-Frame, Barnes X, usw. sollten verwendet werden.
Ein zweiter Aspekt, der hierzulande leider nur wenig beachtet wird, ist das zum Kaliber passende Geschossgewicht. Das bedeutet nichts anderes, als für das Kaliber schwere Geschosse zu verwenden, also bei 9,3x62 besser ein 18,5g als 15g und bei .30/06 besser ein 13g als 10,7g, usw.! Ich habe nie verstehen können, aus welchem Grund ein Jäger das 16g KS Geschoss in der 9,3x62 auf schweres Schalenwild verschießt. Wer dies beherzigt, sollte (unter Beschränkung der Schussentfernung auf maximal 200m) mit einer .30/06 oder 8x57 auf fast alle Antilopenarten zurechtkommen. Wer etwas stärkeres sicher schießen kann, ist mit einer .375 H&H, 9,3x64, 9,3x62, 8x68, .300 Magnum mehr als ausreichend für Antilopen bewaffnet!
Meine persönlichen Favoriten sind 7x57, 8x64 S und 9,3x64, je nach Wildart. Von der Waffe sollte man verlangen, dass sie über eine ausreichende Präzision verfügt, führig und zuverlässig ist. Das Wichtigste ist und bleibt, dass Sie mit der Waffe vertraut sind und sicher schießen können! Dieses Thema könnte man noch unendlich ausweiten, doch das überlasse ich berufeneren Leuten.
Die beliebten "shot placement" Grafiken kann man jetzt kostenlos online abrufen! Klicken Sie einfach auf die unten stehende Abbildung:
Tipps zur Jagd
Wählen Sie Ihre Reisezeit nach Möglichkeit auf die Hauptwildarten gerichtet: Beste Termine für Warzenkeiler sind von Ende Mai bis Mitte Juni (Rauschzeit!), sowie in den heißen Monaten September bis November (Ansitz am Wasserloch!), für viele Antilopenarten wie Impala, Blessbock, Gnu sind die Monate April/Mai wegen der Brunft interessant. Beste Jagdzeit generell ist von August bis Oktober. Wer auch auf Flugwild jagen möchte, sollte von Mai bis Oktober jagen, da nur außerhalb der Brutzeiten gejagt wird!
Achten Sie auf den Farbton Ihrer Jagdkleidung. Von Februar bis April ist die Vegetation grün und mit hellen Khaki - Kleidern fällt man zu sehr auf. Ab Mai dagegen lieber hellere Töne.
Tragen Sie nicht zuviel mit sich herum! Auf vielen Farmen muss man während der Pirsch öfter unter Viehzäunen hindurch kriechen oder darüber klettern. Ein großes Fernglas ist da schon hinderlich! Das Faltglas kann man bequem in die Brusttasche des Hemdes stecken.
Stellen Sie sicher, stets genügend Munition griffbereit "am Mann" zu tragen. 9 Schuss sollten die Untergrenze sein!
Seien Sie hinsichtlich Ihrer Abschusswünsche nach Möglichkeit flexibel und schieben Sie die Erlegung häufiger Arten nicht auf den letzten Tag. Auch wenn man ständig Impalas oder Blessböcke in Anblick hat, sollte man die erste gute Chance auf ein kapitales Stück nutzen. Auf keinen Fall sollte man eine unsinnige Reihenfolge der Abschüsse vom Jagdführer verlangen, wie es leider manche Jäger tun.
Nehmen Sie den Kontrollschuss vor der Jagd sehr ernst und gehen Sie erst mit Ihrer Waffe jagen, wenn diese wirklich 100% schießt! Eigentlich ist das für jeden Jäger selbstverständlich, aber seltsamer Weise kommt es gerade in Afrika oft vor, dass das Kontrollschießen mit einer Ausrede beendet wird. Meist liegt es am ungewohnten Rückstoss stärkerer Kaliber (die Waffe wurde erst kurz vor der Reise gekauft) und der Schütze möchte sich angesichts der fremden Zuschauer nicht gern eine Blöße geben. EINE NICHT RICHTIG EINGESCHOSSENE ODER BEHERRSCHTE WAFFE LÄSST IHREN TRAUM VON DER JAGDSAFARI ZUM ALBTRAUM WERDEN!
Wenn Sie das Gefühl haben, in einer Situation nicht schießen zu können (zu schnell, zu weit, keine Auflage), sollten Sie den Mut haben, "nein" zu sagen und das oft gehörte "Shoot" des Jagdführers im Zweifelsfall zu ignorieren. Ein Fehlschuss oder eine Nachsuche sind nicht nur ärgerlich, sie können auch ganz schön am Selbstvertrauen nagen. Deshalb versucht ein guter Jagdführer stets, eine Safari mit einem eher leichten Schuss zu beginnen.
Eine angebotene Zigarette oder ein Bonbon stellt den ersten Kontakt zu den einheimischen Helfern her und ist auch bei Sprachschwierigkeiten eine nette Geste. Pro Jagdtag komme ich leicht auf über ein Dutzend Bonbons und Zigaretten.
Literatur Empfehlungen

